Über GeWollt GeFilzt

Ich bin in den Sechzigern geboren, in den Achzigern habe ich geheiratet, in den Neunzigern bin ich Mutter von zwei Töchtern geworden. Ich interessiere mich sehr für altes und neues Handwerk, bin sehr naturverbunden, lese gerne und viel, außerdem bin ich manchmal etwas schräg drauf. Meine Idee ist es altes Handwerk auszuprobieren, vorzustellen und mich für deren Erhalt einzusetzen, in dem ich versuche es an unsere Zeit anzupassen oder es mit neuem Handwerk zu kombinieren.

Wie versprochen…

(Neu überarbeiteter Artikel aus meinem alten Blog vom 31. 7. 2017)

…möchte ich ein Tutorial mit Fotos zum Cobweb-Filzen posten.

Cobweb-Filz …

Ist ein Filzgewebe, welches nicht ganz durchgefilzt ist, es ist tw. noch durchscheinend bzw. mit gewünschten Löchern, Cobweb heißt ja übersetzt Spinnennetz.

Diese Art des Filzens ergibt, je nach Wollart, ein leichtes, weiches anschmiegsames Gewebe mit seidigem Griff, welches gut für Schals, Tücher oder andere hautnahe Kleidungsstücke geeignet ist.

Allerdings, dass muss schon gesagt werden, ist es ein empfindliches Gewebe, vor allem beim Waschen.

Die Pflege:

Cobwebfilz ist nicht für die Waschmaschine geeignet, auch nicht für den Wollwaschgang, er schrumpft sonst und wird fester, weil er ja nicht ganz durchgefilzt ist.

Am besten man füllt lauwarmes Wasser mit wenig Wollwaschmittel in ein ausreichend großes Becken – das Gewebe sollte locker darin schwimmen können. Dann kommt z. B. der Schal hinein, der wird vorsichtig unter Wasser gedrückt, nicht kneten, nicht reiben, er soll nur ruhig im Wasser schwimmen, Wolle reinigt sich von selber.

Nach ca. 15 Minuten, ohne fest auszudrücken, heraus nehmen und mind. 3 mal mit klarem Wasser spülen, das Wasser sollte immer die selbe Temperatur haben, wie das erste Wasser gehabt hat.

Ins letzte Spülwasser kommt ein bisschen Essig, der neutralisiert die Seife. Wieder vorsichtig nicht zu fest ausdrücken und in ein Handtuch rollen. Den Schal dann am besten liegend trocknen.

Aber jetzt genug mit der Theorie, hier das Tutorial:

Du brauchst:

  • ausreichend große Luftpolsterfolie
  • Schablone mit der gewünschten Größe + Schrumpfungsgrad
  • Seife
  • heißes Wasser
  • Ballbrause oder kleine Gießkanne, Sprühflasche oder Plastikflasche mit Loch im Deckel
  • großes Badetuch
  • Rollkern: Schwimmnudel, Bambusrollo, Rundholz
  • Kammzug in den gewünschten Farben (am liebsten nehme ich eine Wolle/Tencel Mischung)
  • Verzierungen: Seidenfasern, Seidengarn, Wolllocken, Wollgarn, …
  • und natürlich Geduld 

Als Schablone habe ich auch eine Luftpolsterfolie genommen und die Länge bzw. die Breite (ist wichtiger) mit einem Maskingtape festgelegt.

Nachdem der Tisch vorbereitet ist, bei warmen Temperaturen filze ich auf einen 2 m langen Tisch auf unserer Terrasse, fächerst du den Kammzug auf. D. h. der Kammzug wird vorsichtig in der Breite auseinander gezogen, bis er so breit wie deine Schablone ist. Die Wolllage sollte ganz dünn fast durchscheinend sein.

Leider habe ich den Kammzug, mit dem ich weiter arbeite, schon aufgefächert und vergessen zu fotografieren. Habe das mit einem anderen Kammzug nachgeholt.

Wenn du weniger Platz hast, dann ist es besser, wenn du bei langen Filzstücken abschnittsweise arbeitest. Geht auch gut, so muss ich in der kalten Jahreszeit filzen.
Danach legst du den Gitterstoff darüber und machst die Wolle mit handwarmen Seifenwasser nass, aber nicht zu nass. Hier gilt so viel als nötig und so wenig als möglich.

Die Wolle wird jetzt entlüftet, d. h. drücke und reibe ganz vorsichtig die Luft aus der Wolle hinaus damit sie flacher liegt und jede Faser durchfeuchtet ist.
Wenn das erledigt ist wird die Wolle, wenn du es willst, verziert. Ich habe in diesem Fall mit Seidengarn und Seidenfasern Muster auf die Wolle gelegt. Du kannst ganz konträre Farben nehmen oder so wie ich im Farbschema bleiben.

Gib bei schwer einfilzbaren Verzierungen einen Hauch Wolle darüber, die sollte fast unsichtbar sein.
Die Verzierungen auch mit Seifenwasser benetzen, den Gitterstoff wieder darauf geben und vorsichtig reiben. Arbeite auch da abschnittsweise und versuche überall denselben Druck und dieselbe Dauer anzuwenden.

Kriechen die ersten Fasern durch den Gitterstoff durch, dann zieh ihn vorsichtig ab. Halte dabei die Wolle auf der Unterlage fest und versuche sie dabei nicht zu sehr zu dehnen.

Kontrolliere wie gut die Wolle mit den Verzierungen verfilzt ist, in dem du ganz sanft daran zupfst. Du siehst es auch daran, dass sich die Seidenfasern zum Wellen anfangen weil sie nicht, so wie die Wollfasern, schrumpfen.

Werden die Verzierungen schon halbwegs von der Wolle festgehalten, dann kannst du anfangen das Filzstück ohne Gitterstoff zu reiben, am Anfang ganz zart mit wenig Druck und nur kleinen Bewegungen, später mit mehr Druck und mehr Bewegung. Oder du rollst den Filz mit Hilfe eines Rollkerns der Luftpolsterfolie und dem Badetuch.
Ab jetzt kannst du schon sehr warmes Seifenwasser verwenden. Verbrenn dir dabei bitte nicht die Finger.
Der Filz wird schön langsam löchrig bzw. sieht Gespinstartig aus. Du kannst den Filz auch werfen und knautschen, dann wird er immer fester und durch das Werfen werden die Löcher etwas größer. Der Filz wird dadurch immer kleiner und fester.

Wenn er, die für dich richtige Festigkeit und das richtige Aussehen erreicht hat, spül ihn mit klarem Wasser aus. Gib einen Schuss Essig ins letzte Spülwasser und lasse den Filz darin schwimmen.
Vor dem Trocknen ziehe den Filz vorsichtig in Form und trockne in liegend. Wenn der Filz trocken ist, kannst du ihn besticken, mit Perlen verzieren, usw.

Fertige Schals (ihr werdet sie wahrscheinlich von anderen Fotos erkennen):

Ich wünsche euch gutes Gelingen

Es wird kühler …

… die richtige Zeit um Wolle zu spinnen. Zuerst muß sie aber vorbereitet werden, gewaschen getrocknet und gezupft ist sie schon, jetzt wird sie kardiert und zu Batts oder Rollags geformt.

Wenn das genau und sorgfältig gemacht wird, dann geht das Spinnen ganz von selbst. Das sind wunderbare Beschäftigungen um dabei fern zu sehen oder ein gutes Hörbuch zu hören – mein Favorit sind derzeit Dan Brown Romane, obwohl ich die alle schon selber gelesen habe.

Gerne bestelle ich mir auch Rest´l Fasern, die ich dann zusammen kardieren, entweder mit der Kardiermaschine oder mit dem Kardierbrett, dabei entstehen oft die schönsten Spinnfasern oder auch Filzfasern.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend

Vorbereitungen

für den Dirndlgwandsonntag am 8.9.2019 am Sierndorfer Teich.

Momentan bin ich mit den Vorbereitungen für den Dirndlgwandsonntag beschäftigt, natürlich habe ich mir wie immer viel zu lange Zeit gelassen. Aber es ist noch machbar und ich habe außerdem eine gute Ausrede, ich habe erst 3 Wochen vorher die fixe Zusage bekommen.

Also, alles Fertige zusammengesucht, Neues planen und natürlich auch machen, zumindest das Meiste, weil ich mir ja immer zuviel vornehme.

Angefangen habe ich mit Lebkuchenherzen aus Filz, ordentlich fest gefilzt, verziert und bestickt mit einer Kordel zum umhängen und einer Öffnung, um Kleinigkeiten einzustecken.

Dazu kommt noch mein Zwirnknopfschmuck und einzelne modelierte, überzogene und bestickte Knöpfe. Davon aber nicht viele, weil ich nicht weiß inwieweit sich die Besucher dafür interessieren.

Diese Fotos kennt ihr schon, hab noch kein neues

Das nächste werden noch kleine herbstliche Filzfiguren und vieleicht ein paar Feen bzw. Engel. Dann noch ein paar eingefilzte Seifen, kleine Tascherln, Zopfgummi mit Filzstacheln, handgesponnene und handgefärbte Wolle, usw.

kleine Trachtentascherln

Hoffentlich hält das Wetter durch bei Schlechtwetter wird nämlich alles ersatzlos gestrichen. Drückt mir bitte die Daumen.

Alles Liebe

Hurraaaaaa

Ich darf meinen ersten Follower begrüßen, ich habe eine riesige Freude.

Danke, dass du dich für meinen Blog interessierst.

Liebe Grüße

Vorteile von Wolle

Coburger Fuchsschaf auf Kreuzspindel

Heute möchte ich ein Loblied auf die Wolle schreiben, ich habe alle Informationen, welche das Internet und auch meine schlauen Bücher hergeben einmal zusammengefasst. Ganz einfach um aufzuzeigen was für ein wertvoller Rohstoff Wolle ist.

Die schwedischen Wollexperten Kerstin Gustafson und Allan Waller schreiben:  „Würde eines Tages berichtet, dass eine Textilfaser entdeckt worden sei, die unter freiem Himmel oder in einfachen Gebäuden mit geringem Energieverbrauch und ohne gefährliche Abfallprodukte erzeugt werden kann, dazu noch in verschiedenen Feinheiten und Längen, unser Interesse wäre geweckt.

Würde weiter bekannt, die Faser sei leicht zu veredeln, zu färben und mit anderen Fasern zu mischen, sei giftfrei und hautfreundlich, elastisch, lärmdämmend, wärme- und feuchtigkeitsausgleichend, schmutz- und wasserabstoßend, schwer entflammbar, leicht zu reinigen und fast knitterfrei, wiederverwendbar und hundertprozentig biologisch abbaubar, welchen Namen würden wir dieser Faser geben? Wahrscheinlich würde man von einer Wunderfaser sprechen. Und um ein Wunder, ein viel zu wenig beachtetes Wunder, handelt es sich bei der Wolle vom Schaf“

Die Wollfaser ist eine Eiweißfaser, sie besteht aus ca. 20 versch. Aminosäuren. Dies hat viele Vorteile aber auch ein paar Nachteile, sie ist anfälliger für Lauge, aber unempfindlicher gegenüber Säuren. Das Eiweiß = Keratin macht die Fasern schmackhaft für Motten, sie ernähren sich davon und von Schmutzresten. 

Allerdings überwiegen die Vorteile:

  • Lt. dem deutschem Wollforschungsinstitut verbessert Wolle die Raumluft in dem sie Schadstoffe bindet und unschädlich macht, dadurch wirkt sie
  • Geruchshemmend/antibakteriell: Wolle entzieht Bakterien und Pilzen den Nährboden dadurch wird Schweißgeruch unterdrückt. Wenn die Wolle, auch nach dem sie öfter getragen worden ist, gelüftet wird, dann wirkt sie wieder frisch
  • Sie ist schmutzabweisend, durch die spezielle Faseroberfläche stoßt sie Schmutzpartikel ab, deshalb muss Wolle viel weniger gewaschen werden, lüften reicht meist aus.
  • Sie wärmt, eigentlich isoliert sie und reflektiert die eigene Körperwärme zurück
  • Sie knittert nicht, aufgrund der elastischen Fasern
  • Reine Wolle ladet sich auch nicht elektrostatisch auf, nur bei absolut trockener Luft z.B. im Winter wenn fest eingeheizt ist, dann aber auch nur minimal, eine Erhöhung der Raumfeuchtigkeit oder ein paar Spritzer Wasser hilft dagegen
  • Sie ist schlecht brennbar
  • Sie ist atmungsaktiv
  • Sie ist wasserabweisend – Loden, Lodenmäntel
  • Kann trotzdem Feuchtigkeit aufnehmen und fühlt sich nicht nass an
  • Sie ist atmungsaktiv und Temperatur ausgleichend
  • Sie ist ein nachwachsender Rohstoff
  • Sie ist wiederverwendbar
  • Sie ist ein wunderbarer Dünger
  • Sie gibt kein Mikroplastik ab, wie andere Stoffe
  • Nicht zu vergessen die heilende Wirkung der Heilwolle

Hoffe dieser Beitrag ist interessant für Euch. Alles Liebe

Die Ergebnisse

meiner Solarfärberei.

Viele sehr heiße Sonnentage waren es ja nicht, trotzdem habe ich die Gläser nach drei Wochen aufgemacht. Ganz ehrlich meine Neugier war zu groß um noch weiter zu warten, also rauß mit dem Färbegut, vorsichtig ausgedrückt und noch ein bißchen liegen gelassen damit sich die Farbe eventuell noch weiter entwickelt.

Solarfärbung nach drei Wochen:
von links nach rechts: Hennafärbung, Blauholz-Cochenille, Blauholz-Cochenille mit restl. Farbbeutel, Orleansaat-Kurkuma, Orleansaat-Kurkuma-Henna restl. Farbbeutel
Gelb-orange-braun-Färbungen nass
lila-violett Färbungen nass

Danach ein paar Mal vorsichtig ausspülen und trocknen lassen.

Beim Spülen ist noch sehr viel Farbe ausgegangen, sehr begeistert bin ich nicht von den Farben die gelb-orange Töne sind sehr fleckig, die Hennafärbung ist irgendwie messingfarben oder ocker oder …? Interessant sind die „Kurkuma“ – Kammzüge aber schon, wenn man die Fasern auseinander zieht sind sie innen richtig grellgelb, am Foto sieht man das kaum.

Bei den fliederfarbenen Wollsträngen wirkt der eine durch seinen leicht grauen Touch etwas fad, wo hingegen der andere, durch seine Fasermischung, einen seidigen Glanz hat und viel lebhafter wirkt. Der violette Kammzug hat einen wunderbaren satten Farbton, er ist mein Favorit.

Wunderbar sind auch die Seidenhankies und die Seidengarne geworden, sie haben die Farben sehr gut aufgenommen, haben einen wunderbaren Glanz und sehen sehr edel aus.

Gesamtergebnis fertiggezopft

Hier nochmal ein Abschlussbild, so wie die Gläser am ersten Bild stehen:

So und jetzt gehe ich und färbe über ein paar Kammzüge drüber.

Liebe Grüße

Ein paar Gedanken

zum Umwelt- und Klimaschutz in meiner Filzwerkstatt.

Nachdem ich einen interessanten Blogbeitrag von Corinna Nitschmann über

“ Welterschöpfungstag im Filzstudio
Ist Filzen ökologisch und wenn ja, warum nicht?“ (vom 29.7.2019)

gelesen habe, hab ich mir einige Gedanken über meine Filzerei gemacht, wie umweltfreundlich bin ich beim Filzen und wo kann ich noch etwas einsparen?

Ich nehme sehr viele ausgediente Hilfsmittel, wie z. B. ein altes ausgedientes Insektenschutznetz,alte Vorhänge, ein altes Bambusrollo, alte Handtücher und Leintücher. Meine Luftpolsterfolie bekommen ich gebraucht von Freunden und Bekannten nach irgenwelchen Lieferungen, wieso sollte sie ungenutzt weggeschmissen werden.

Die Seife zum Filzen ist meistens ein Block aus zusammengepressten Seifenresten oder ungewollten Seifen und wenn es nicht anders geht nehme ich Kernseife oder Olivenölseife. Außerdem versuche ich mit so wenig Wasser als möglich zu filzen bzw. fange ich, wenn möglich, das Seifenwasser auf, seihe es über ein Haarsieb ab und verwende es noch einmal. Zum Aufwärmen benutze ich einen alten nicht mehr so schönen Wasserkocher (den wollte eine Bekannte wegschmeißen).

Für die Schablonen habe ich ein Art Gummimatte, welche ich bei einen Konkursaufkäufer günstig gekauft habe, diese Schablonen sind unzerstörbar. Ich habe damals eine ganze Rolle gekauft, da komme ich ewig aus. Außerdem verwende ich für kleinere Sachen die Schubladeneinlagen aus meiner alten Küche (die passen nicht mehr), die halten auch sehr lange.

Die Wolle, die ich verwende ist größtenteils österreichische Bergschafwolle, bzw. Wolle von umliegenden Schafbauern. Allerdings braucht man für gewisse Projekte auch feinere Wolle, dafür nehme ich aus Tierschutzgründen dann südamerikanische Merino bzw. wenn es nicht ganz fein sein muss, wenigstens Wolle aus dem EU-Raum.

Die Wollreste, übrig gebliebene Wollfuseln oder -abschnitte werden von mir in einem Kübel gesammelt und als Füllmaterial oder Kernwolle beim Nadelfilzen verwendet.

Momentan sehe ich keine Möglichkeit, wie ich noch umweltfreundlicher filzen könnte. Mit dem Hobby auf zu hören ist für mich keine Alternative, da sowohl das Filzen wie auch das Wollespinnen für mich Therapie und Ausgleich sind.

Aber vielleicht fällt euch etwas zu dem Thema ein und ihr habt neue Ideen um alles noch umweltfreundlicher zu gestalten.

Liebe Grüße

Endlich

Endlich habe ich es geschafft die Solarfärbungen anzusetzen und natürlich ändert sich das Wetter, aber ich denke, dass wir schon noch ein paar Sonnentage bekommen. Gefüllt habe ich die Gläser mit Blauholz, Cochenille, Kurkuma, Henna und Orleansaat. Heuer mal keine frischen Blüten, Pflanzen und Rinden, ich wollte eine sichere Färbung und keine Experimente.

Die Färbedrogen habe ich vorher schon ohne Färbegut angesetzt und 1,5 Tage in der Sonne stehen lassen, dann habe ich die das Farbwasser mit normalen Wasser aufgefüllt und die 1. 100g Kammzugwolle, Seidengarne und Seidenhankies reingelegt, danach die 2. 100g Kammzugwolle usw., dazu die zweite Farbe und wieder mit Wasser aufgefüllt. Die Wolle und die Seide sind zuvor ein Jahr in der Kaltbeize gelegen (:-,,), konnte sie voriges Jahr nicht mehr verarbeiten und habe sie einfach vergessen.

Glas links: 200g Südamerikanische Merino, 100g Falkland + Farbbeutel Orleansaat, Kurkuma, Henna
Glas rechts: je 100g Chubut und Polwarth/Tencel/Seacell, Seidenhankies und Seidengarn mit Sud aus Kurkuma und Sud aus Orleansaat + Pottasche
Glas links: je 100g Südamerikanische Merino und Falkland, Seidenhankies, Seidengarn mit Sud aus Blauholz und Cochenille mit Weinsteinrahm
Glas Mitte: je 100g Chubut und Polwarth/Tencel/Seacell + Farbbeutel Blauholz, Cochenille
Glas rechts: 100g Südamerikanische Merino, Seidenhankies mit Sud aus Henna + Weinsteinrahm, mit wenig Orleansaatsud

Pflanzenfärben ist für mich eine Sommerarbeit, in dieser Jahreszeit färbt die Sonne für mich und ich erspare mir sehr viel Energie und Zeit, das ist auch ein Grund warum ich die Kaltbeize verwende, außerdem ist sie die am wenigsten giftige Beize ist, die ich kenne.

Im Grunde genommen ist die Pflanzenfärbung für mich eine Liebhaberei, die ich nicht mehr als zweimal nur im späten Frühjahr und Sommer mache.

Die Endergebnisse werde ich in den nächsten Wochen veröffentlichen.

Mit färbenden Grüßen

Es geht weiter …

mit dem Blog einrichten, es können sich noch Farben, Muster, Schriften wechseln, aber die Grundideen bleiben.

Damit sich hier ein bißchen was tut , habe ich die Pflegeanleitung für Wolle geschrieben, die soll mit der Zeit noch ergänzt werden.

Außerdem habe ich mich, ein bißchen mehr als sonst, mit dem Zwirnknopfgestalten beschäftigt. Zur Zeit versuche ich aus meinen Zwirnknöpfen Schmucksets zu machen, wobei ich ja sonst nicht unbedingt der Schmuckmacher bin.

Die restlichen Knöpfe möchte ich auf selbergemachte „Vintage Knopfkarten“ befestigen und als Set oder einzeln auf den Märkten verkaufen. Die nächste Ausstellung ist der

Dirndlgwandsonntag am Sierndorfer Teich am 8. 9. 2019

siehe Termine

wünsche euch schöne Sommertage

Es ist soweit …

das Blog-Anpassen ist erledigt und nun geht es ans posten. Es ist eine ziemliche Umstellung für mich, da ich vorher unter einem anderen Anbieter geschrieben habe. Aber ich werde mich schon daran gewöhnen.

Da der alte Blog noch ein Weilchen bestehen bleibt, veröffentlich ich den Link dazu:

https://uschis-handwerkskunst.blogspot.com/

In diesem Blog wird es hauptsächlich um altes erhaltenswertes und auch um neues Handwerk gehen. Es gibt viel Altes das erhalten gehört und auch in modernen Zeiten seine Berechtigung hat, vielleicht muss man es modifizieren, modernisieren, anpassen.

Handwerk und Handarbeiten ist eine Möglichkeit sich nicht von Maschinen abhängig zu machen, sich zu entschleunigen und zu erden, dem Stress ein Schnippchen zu schlagen. Ich rede hier von Erfahrung, die ich selber machen musste. Man gewinnt dadurch, man erlernt neue Fertigkeiten, lernt neue Talente an sich kennen, lernt mit den eigenen Ressourcen neu umzugehen und man lernt neue Menschen kennen. Vielleicht wird ein Hobby daraus, welches nicht nur viel Spaß macht, sondern sich auch selbst erhält.

Ich verarbeite sehr gerne Wolle, vom Schaf bis zur Strickwolle und manchmal auch zu fertigen Stück, d. h. ich wasche, kardiere, spinne, färbe, filze und webe. Wolle ist für mich ein Medium, dass meine Fantasie anregt. Wolle benötigt fast alle Sinne: sie riecht (oder stinkt), jede Wolle greift sich anders an und sieht auch immer anders aus (auch wenn sie vom selben Schaf kommt), sie fördert beim Verarbeiten die Kraft, die Koordination und Beweglichkeit der Finger-, Hand- und Fußgelenke.

Meine zweite Leidenschaft sind Knöpfe, ich mache Zwirnknöpfe, Stoffknöpfe, Fimoknöpfe, Holzknöpfe, Keramikknöpfe, upcycle alte Knöpfe, usw. Sehr interessant finde ich auch das Emaillieren, das Korbflechte, Leder punzieren, das Nadelbinden, etc.

Nun genug geschwafelt, zum Abschluss noch einige Bilder, leider bin ich keine gute Fotografin, aber auch das werde ich noch lernen: